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    <tagline mode="escaped" type="text/html">Der Blog zum US-Wahlkampf</tagline>
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        <link href="http://blog.prodialog.org/archives/391-Wahlkampf-Nonstop.html" rel="alternate" title="Wahlkampf Nonstop" type="text/html" />
        <author>
            <name>Kerstin Plehwe</name>
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        </author>
    
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        <title mode="escaped" type="text/html">Wahlkampf Nonstop</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Der Wahlkampf in den USA war lang, er war intensiv, er war rekordverdächtig. 5,3 Mrd. Dollar sind nach fundierten Schätzungen auf der Bundesebene für das zweijährige Ringen um Amerikas Wählergunst ausgegeben worden. Dieser Wert ist zwar im Vergleich zu den großen Werbebudgets von Unilever, Toyota oder Apple immer noch gering, aber im Bereich der politischen Kommunikation ist diese Summe ein absoluter Rekord.</font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Keine Frage. Barack Obama war das Phänomen dieser Wahlkampfsaison. Vor vier Jahren noch Landtagsabgeordneter in Illinois, bereitet er sich heute auf seine Amtsübernahme als 44. Präsident der USA vor. Seine Kampagne entwickelte sich buchstäblich von einer einfachen Botschaft zu einer ausgewachsenen sozialen Bewegung. Obamas Erfolgsstory ist beeindruckend. Sie hat vielen Amerikanern wieder den Glauben an die amerikanische Aufstiegserzählung zurückgeben.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Dieser Wahlkampf hat interessante, neue Trends im Bereich der Kampagnenkommunikation gesetzt. Das Internet ist endgültig zum Herzstück der Wahlkampfkampagne geworden, nicht nur beim Fundraising, sondern vor allem im Bereich der Organisation von direkter Kommunikation. So lebensnah, so direkt und so persönlich wie möglich mit den Bürgern zu kommunizieren, darum ging es nicht nur Obama, sondern auch allen anderen Präsidentschaftskandidaten. Das Fernsehen spielt zwar weiterhin eine wichtige Rolle im Medienmix, es ist aber nur noch ein Kanal von vielen, über den sich Politik vermittelt.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Obama ging es um eine Wahlkampfstrategie, die ein simples Motto hatte: Jeder Unterstützer ist ein Botschafter! Den Prinzipien des Community Organizing folgend demokratisierte er seine Kampagnenführung. Er nahm seine Anhänger ernst, er gab ihnen klare Aufgaben, aber auch die Freiheit, sich eigenständig in den Wahlkampf einzubringen. Diese Kampagne lebte vom Dialog, sie fand mitten in der Gesellschaft statt, sie passte perfekt zu Obamas positiv-optimistischem Anti-Establishment-Wahlkampf.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Nach der Kampagne ist bekanntlich vor der Kampagne. Im nächsten Jahr finden allein in Deutschland fünf Landtagswahlen, eine Europa- und eine Bundestagswahl statt. Viele deutsche Kampagnenexperten haben intensiv auf die Geschehnisse in den USA geschaut. Sie haben die Trends analysiert und die Methoden studiert. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Nicht alles aus dem amerikanischen Wahlkampf wird eins zu eins in Deutschland anwendbar sein, vieles muss angepasst oder sogar verworfen werden. Es wird dennoch spannend zu beobachten sein, wie sich die Kampagnen der Parteien hierzulande verändern, wie sie den neuen medialen Herausforderungen begegnen.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Aber auch in anderen Ländern werden 2009 Wahlkämpfe stattfinden. In Großbritannien könnte sich Gordon Brown nächstes Jahr entscheiden, Unterhauswahlen anzusetzen. In Norwegen wird ein neues Parlament gewählt, in Indonesien ein neuer Präsident. Um die neuesten Trends und Entwicklungen im Wahlkampfbereich aufzuspüren und zu analysieren, hat sich die Initiative ProDialog entschieden, ab Januar den wahlkampfblog09.de zu starten. So werden wir unser erfolgreiches Blogformat über die US-Wahlen hinaus fortführen. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Wir bedanken uns bereits jetzt bei Ihnen für Ihr großes Interesse, für Ihre Kommentare und Ihr Vertrauen. Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit. Nach einem hoffentlich guten Rutsch ins neue Jahr sehen wir uns dann auf wahlkampfblog09.de wieder!<br />
</font></p> 
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        <author>
            <name>Ute Pannen</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <issued>2008-11-26T14:05:15Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Fazit ’08: 	Video, Video, Video</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Video war das absolute Wahlkampf-Highlight in der Obama-Kampagne.<br />
Es wird in diesen Tagen viel darüber gesprochen, was den Erfolg seiner Kampagne ausgemacht hat. Auf einen Punkt lässt sich das Erfolgskonzept nicht herunter brechen, aber ein Tool sticht schon jetzt als das am meisten genutzte heraus: Online-Videos. <br />
Die Videos der beiden Präsidentschaftskandidaten verzeichnen 2008 insgesamt 1,45 Milliarden Views. Barack Obama, der seinen eigenen <a href="http://de.youtube.com/user/barackobamadotcom?ob=4" target="_blank">YouTube-Kanal</a> hatte, veröffentlichte dort über 800 Videos, die täglich 80-100 Millionen Views hatten.</font><p /><p><object height="344" width="425"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LAoC2Fwd1yY&hl=de&fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><font face="arial,helvetica,sans-serif"><embed height="344" width="425" src="http://www.youtube.com/v/LAoC2Fwd1yY&hl=de&fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></font></object></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Im Vergleich zu Fernseh-Spots bieten sie den Vorteil, dass sie nicht nur kostengünstiger sind, sondern auch durch die Möglichkeit des Weiterleitens an Freunde einen enormen viralen Effekt haben. Ein Paradebeispiel dafür ist Barack Obamas Rede über das Verhältnis zwischen Afro-Amerikanern und Weißen, die er im März 2008 in Philadelphia hielt. Das Video hatte im Internet 9 Millionen Zuschauer, während die Rede im Fernsehen von nur 4 Millionen Menschen verfolgt wurde. Bemerkenswert ist, dass ein &quot;View&quot; nur gezählt wird, wenn das Video komplett angesehen wurde, Obamas Rede dauerte 38 Minuten!</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Hier zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Das Fernsehen als unangefochtenes Leitmedium für politische Information wird in Zukunft vom Internet abgelöst oder zumindest eingeholt.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Ein neues Genre des politischen Videos hat sich in diesem Wahlkampf auf dem Gebiet der viralen Videos außerhalb der offiziellen Kampagne etabliert. Mit <a href="http://de.youtube.com/watch?v=6h3G-lMZxjo" target="_blank">„Vote Different“</a> hat Philip de Vellis im März 2007 das erste privat produzierte Video mit massenmedialer Aufmerksamkeit generiert. Er hat es an einem Sonntagnachmittag zu Hause an seinem Computer entworfen und an zwei Blogger geschickt, kurze Zeit später erreichte es 5 Millionen Views und redaktionelle Beiträge in allen Zeitung.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Eine noch größere Öffentlichkeit erfuhren seine Nachfolger <a href="http://de.youtube.com/watch?v=wKsoXHYICqU" target="_blank">Obama Girl</a> (12 Mio.), <a href="http://de.youtube.com/watch?v=jjXyqcx-mYY" target="_blank">Yes We Can</a> (14 Mio.), und mit 21 Millionen Views unangefochten das von MoveOn verbreitete Video <a href="http://de.youtube.com/watch?v=zoEW9u2OczQ" target="_blank">&quot;Obama's Loss Traced To ...&quot;</a></font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Wie die YouTube-Videos zu einem Massenphänomen werden, erforschte Riley Crane am Departement für Management, Technologie und Ökonomie (D-MTEC) der ETH Zürich in einer <a href="http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/081117_youtube_paper/index" target="_blank">aktuellen Studie</a>.<br />
</font></p> 
            </div>
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        <dc:subject>medien</dc:subject>
<dc:subject>YouTube</dc:subject>

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        <link href="http://blog.prodialog.org/archives/389-Kunst-und-Leben.html" rel="alternate" title="Kunst und Leben" type="text/html" />
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            <name>Ute Pannen</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <issued>2008-11-24T15:30:28Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Kunst und Leben</title>
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                <font face="arial,helvetica,sans-serif"><img src="http://www.gavinbrown.biz/img/gallery/Obama-08-Final.jpg" style="width: 335px; height: 428px;" /></font><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Am 4. November fand in New York Gavin Brown's Enterprise Gallery eine etwas andere Wahlparty statt, die Ausstellungseröffnung „<a target="_blank" href="http://www.gavinbrown.biz/exhibitions/view/obama-08">Obama 08</a>“ des Künstler Jonathan Horowitz. Seine Installation füllte die ganze Galerie. Im Hauptraum ist die Bestuhlung im Kreis angeordnet, eine Seite rot, eine blau. Zwei Flatscreen-Fernseher sind den Sitzreihen gegenübergestellt. Die rote Seite sieht Fox-News, die blaue CNN.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif"><img src="http://www.gavinbrown.biz/img/gallery/main-gallery(b).gif" style="width: 396px; height: 273px;" /></font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Weiter hinten in der Galerie steht ein gerahmtes Portrait von Barack Obama auf dem Boden. Im Falle eines Wahlsieges sollte das Obama-Portrait aufgehängt werden und sich in die Reihe der Präsidenten fügen.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif"><img src="http://www.gavinbrown.biz/img/gallery/JH-166.gif" style="width: 395px; height: 277px;" /></font></p><font face="arial,helvetica,sans-serif"><p>Die Ausstellung zog schon Tage vor der Wahlnacht Aufmerksamkeit auf sich. So berichtet der Künstler, dass die Leute alle paar Tage McCain-Palin-Sticker ans Fenster geklebt haben. </p><p>Mittlerweile wurde das Obama-Portrait aufgehängt und es herrscht rege Nachfrage nach dem Bild und zwar von Interessenten, die normalerweise nicht die Galerie besuchen und auch nicht vorhatten, einen fünfstelligen Betrag zu investieren.</p><p>Der <a target="_blank" href="http://www.observer.com/2008/o2/art-meets-life-if-obama-loses-gavin-brown-will-have-lot-extra-balloons">New York Observer</a> brachte es auf den Punkt:</p><p>Hier treffen Kunst und Leben aufeinander.</p><p>Übrigens ist in den Räumen von ProDialog noch die ganze Woche eine Ausstellung zum US-Präsidentschaftskampf zu sehen. Nicht Kunst, sondern Kampagnen-Elemente wie Direct Mail, Videos und die legendären Robo-Calls werden vorgestellt.</p></font> 
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        <dc:subject>Ausstellung</dc:subject>
<dc:subject>Barack Obama</dc:subject>
<dc:subject>John McCain</dc:subject>
<dc:subject>Kunst</dc:subject>

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        <link href="http://blog.prodialog.org/archives/388-Die-Zukunft-der-Obama-Bewegung.html" rel="alternate" title="Die Zukunft der Obama-Bewegung" type="text/html" />
        <author>
            <name>Maik Bohne</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <issued>2008-11-14T08:39:06Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Die Zukunft der Obama-Bewegung</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Auch wenn Barack Obama mittlerweile in die nüchternen Tiefen der Regierungsplanung eingetaucht ist, so hält die Begeisterung und Faszination für seine Kampagne ungehindert an. Aus einer anfangs simplen Botschaft formte Obama eine Bewegung, die ein historisches Ausmaß angenommen hat. </font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Obamas Medienberaterin <a href="http://blog.prodialog.org/plugin/tag/anita+dunn" target="_blank">Anita Dunn</a> schätzte die Zahl der Freiwilligen auf 10 Millionen. Auch gesicherte Angaben über den Umfang von Obamas Online-Community gibt es noch nicht. Folgende Zahlen kursierten allerdings auf <a href="http://www.techpresident.com/blog/entry/33069/the_most_powerful_list_in_american_politics" target="_blank">TechPresident</a>, dem führenden Weblog zum Online-Wahlkampf in den USA:</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">•	10-12 Mio. E-Mail-Adressen</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">•	3-5 Mio. Handynummern</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">•	2 Mio. MyBo-Nutzer</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Hinzu kommen ca. 80-100 Mio. Videoviews auf YouTube pro Tag,  3,1 Mio. Facebook-Anhänger und 900.000 Freunde auf MySpace. Mit einem Wort: Wow!</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Die große Frage wird nun sein, wie der Kandidat Obama diese organisch gewachsene Gemeinschaft als Präsident Obama nutzen wird. Spekulationen schießen in der Blogosphäre ins Kraut. Den einzigen offiziellen Hinweis haben wir bisher von Obamas Internguru Chris Hughes erhalten, der auf seinem Blog kurz nach dem Wahlsieg schrieb: „<i>This site is not going anywhere. The online tools in My.BarackObama.com will live on. Barack Obama supporters will continue to use the tools to collaborate and interact.</i>” </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Pünktlich nach der Wahl ging zudem die Webseite „<a href="http://change.gov" target="_blank">change.gov</a>“ online, die Obamas Internetfirma <a href="http://www.bluestatedigital.com/" target="_blank">Blue State Digital</a> seiner Kandidaten-Homepage nachempfunden hat. Auch wenn es noch an politischem Inhalt auf der Seite fehlt, so deutet dieses Blog doch an, das Obama auch in Zukunft intensiv online kommunizieren wird. Erhellend ist auch die Tatsache, dass das <a href="http://www.techpresident.com/blog/entry/33141/obama_transition_web_team_includes_both_technical_and_outreach_staff" target="_blank">New Media-Transition-Team</a> von Obama als eines der ersten vollständig benannt worden und ab sofort funktionsfähig ist.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Was wird aber mit der E-Mail-Liste des neuen Präsidenten passieren? Obama darf sie nicht aus dem Weißen Haus heraus für politische Zwecke nutzen. Das ist gesetzlich verboten. Die realistischste Option wird es sein, sie in ein Political Action Committee (PAC) auszugliedern, dem es erlaubt ist,  TV-Spots zu schalten, Wählermobilisierung für demokratische Themen und Kandidaten zu betreiben oder Trainings für lokale Aktivisten anzubieten. Eine ähnliche Organisationsform hat im Übrigen auch MoveOn.org gewählt.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Vieles wird allerdings vom Enthusiasmus der Obamaniacs abhängen, die Regieren wahrscheinlich nicht ganz so spannend finden werden wie Wahlkämpfen. Wir werden sehen. Eines scheint aber schon jetzt klar zu sein. Obama wird das Internet benutzen, um wieder direkter mit den Bürgern zu kommunizieren. In der Tat denkt sein Team über eine Art digitalen „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fireside_chats" target="_blank">Fireside Chat</a>“ nach, den Präsident Roosevelt in den 1930er Jahren über das Radio kultiviert hatte. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Als Vorbild könnte ihm Gordon Browns <a href="http://www.number10.gov.uk" target="_blank">„Number10“-Blog</a> dienen, auf dem der britische Premierminister jede Woche eine Bürgerfrage per YouTube-Video beantwortet. Nicht alles Neue macht Amerika.</font></p> 
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        <dc:subject>anita dunn</dc:subject>
<dc:subject>Barack Obama</dc:subject>
<dc:subject>Facebook</dc:subject>
<dc:subject>moveon.org</dc:subject>
<dc:subject>Web 2.0</dc:subject>

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        <author>
            <name>Kerstin Plehwe</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <issued>2008-11-12T15:46:48Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">McCains Hochburgen</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Für amerikanische Verhältnisse hat John McCain die Wahl gegen Barack Obama haushoch verloren. Aber auch der Senator aus Arizona hat seine Hochburgen, seine Horte der elektoralen Glückseligkeit. Zugewinne gegenüber 2004 verzeichnete er z.B. in der Appalachen-Gegend, die sich vom Südwesten Pennsylvanias über West Virginia bis hinunter nach Tennessee zieht. </font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Die Staaten, in denen er am besten abgeschnitten hat, liegen alle samt in den dünn besiedelten Teilen des Landes, das man gemeinhin als Heartland der USA bezeichnet. In Wyoming, Oklahoma oder Utah war nichts von der Obamania zu spüren. Hier gewann McCain im Schnitt mit über 30 Prozentpunkten Vorsprung.</font></p><p><!-- s9ymdb:93 --><font face="arial,helvetica,sans-serif"><img height="289" width="457" src="http://blog.prodialog.org/uploads/Karte1.png" style="border: 0px none ; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" /> </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Schaut man auf die einzelnen Kreise, dann findet man einige gallische Dörfer, die sich dem landesweiten Trend stur widersetzt haben. Das beste Ergebnis hatte John McCain in King County im Norden von Texas. Hier gewann er mit sagenhaften 88 Prozent (!) gegen Barack Obama. Laut Volkszählung aus dem Jahr 2000 leben in King County 365 Einwohner in 108 Haushalten, das macht 0,39 Menschen pro Quadratmeile. 94 Prozent der Bewohner sind weiß, immerhin 9 Prozent Latino und 1 Prozent African American. Die größeren Siedlungen haben dort so schöne Namen wie Guthrie, Grow oder Dumont. Der größte Wirtschaftszweig in King County? Rinderzucht.</font></p><p><!-- s9ymdb:94 --><font face="arial,helvetica,sans-serif"><img height="212" width="337" style="border: 0px none ; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://blog.prodialog.org/uploads/Karte2.png" /></font></p> 
            </div>
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<dc:subject>John McCain</dc:subject>
<dc:subject>Wählergruppen</dc:subject>

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        <link href="http://blog.prodialog.org/archives/386-Generation-Obama.html" rel="alternate" title="Generation Obama" type="text/html" />
        <author>
            <name>Kerstin Plehwe</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
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        <title mode="escaped" type="text/html">Generation Obama</title>
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                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Was ist die <a href=" http://www.welt.de/welt_print/article2687008/Generation-Obama.html " target="_blank">Generation Obama</a>, von der seit der letzten Woche überall die Rede </font><font face="arial,helvetica,sans-serif">ist?</font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Es ist die neue Generation von erfolgreichen schwarzen Führungskräften, die nach der Bürgerrechtsbewegung den gesellschaftlichen und politischen Aufstieg geschafft haben. Sie sind moderater und weniger konfrontativ als die Generation vor ihnen. Sie haben in weißen Machtzentren Fuß gefasst und vermögen über das Geld und die Kontakte, um umzusetzen, was ihre Vorgänger angestoßen haben. Mit dieser Position stoßen sie allerdings auch auf Generationenkonflikte innerhalb der schwarzen Führungselite, in der die älteren die Rassismusproblematik stärker thematisiert wissen möchen. Diese Generation hatte die Unterdrückung noch in viel stärkerem Maß erlebt. Für viele ältere Schwarze blieb es bis zum 4. November 2008 unvorstellbar, dass eine Mehrheit der Weißen heute offenbar keine Vorbehalte mehr hat, einen Schwarzen zu wählen, wenn er sie politisch überzeugt.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Die  Obama Generation zeichnet sich durch eine „post racial“ Weltanschauung aus. Ihr gehören junge Politiker wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deval_Patrick" target="_blank">Deval Patrick</a>, der 52-jährige Gouverneur von Masschusetts an. Nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_Wilder" target="_blank">Douglas Wilder</a> ist er der zweite afroamerikanische Gouverneur eines Bundesstaates. Seine “postrassistische“ Wahlkampfstrategie, mit der er 2006 zum Gouvereur gewählt wurde, hat auch Barack Obama geprägt. Ein ähnlich pragmatisches Verhältnis zu ihrer ethnischen Zugehörigkeit pflegen afroamerikanische Politiker wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cory_Booker" target="_blank">Cory Booker</a>, der in Newark Bürgermeister ist; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Nutter" target="_blank">Michael Nutter</a> in Philadelphia und Arthur Davis, der in Alabama Kongressabgeordneter ist. Sie teilen die Herkunft aus der Mittelschicht, ein Studium an einer Eliteuniversität und die Überzeugung, dass Politik nicht reine Klientelpolitk sein kann.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Aber die <a href="http://go.barackobama.com/page/content/gohomepage " target="_blank">Obama-Generation</a> ist mehr, sie ist auch eine Bewegung, gewachsen aus einer Grassrootskampagne mit dem Ziel, Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigeten Staaten zu wählen. Was von einigen Aktivisten ausging, ergreift heute einen immensen Teil der amerikanischen Gesellschaft. Sie waren Teil der Kampagne und haben sich mit Spenden, Anrufen, Hausbesuchen, Blogbeiträgen, Events, Hausparties, Facebookfreundschaften und weitergeleiteten E-Mails am Prozess des Wandels beteiligt, der von der Kampagne zur Bewegung führte und eine gemeinsame Identität schuf. Sie alle sind Teil der Obama-Generation. Diese Energie zu erhalten, hat sich der neue Präsident zum Ziel gemacht; und er wird sie weiterhin einbinden in seinen Weg zum Wandel. Auf der neuen Website des „President-Elect“ werden diese identitätsbildenden Prozesse fortgesetzt. &quot;Schreib mir in Deinen Worten, was diese Kampagne und diese Wahl für Dich bedeutet haben: An American Moment: <a href="http://www.change.gov/page/s/yourstory" target="_blank">Your Story&quot;</a>.</font></p> 
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        <dc:subject>Afro-Amerikaner</dc:subject>
<dc:subject>Barack Obama</dc:subject>
<dc:subject>Präsident Obama</dc:subject>

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            <name>Maik Bohne</name>
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        <issued>2008-11-11T08:24:22Z</issued>
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                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Am Wochenende nach den Präsidentschaftswahlen treffen sich die Berater der Kampagnen traditionell auf der <a href="http://www.iapc.org/EventView.aspx?eG=0f3805fe-8972-4d98-b994-799014c7f137" target="_blank">Konferenz</a> der International Association of Political Consultants (IAPC) in Washington, DC, um erste Gedanken über den abgelaufenen Wahlkampf auszutauschen. Auch in diesem Jahr fand die Tagung statt und bot interessante Einblicke in Strategie und Taktik von Barack Obama, John McCain und Hillary Clinton.</font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Für die Obama-Kampagne sprach Medienberaterin Anita Dunn. Sie hob noch einmal die transformative Kraft einer neuen Wahlkampfphilosophie hervor, die Kampagnen nicht mehr als Top-Down-Strategie, sondern als Bottom-Up-Prozess begreift.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif"><img src="http://www.telegraph.co.uk/telegraph/multimedia/archive/00677/anita-dunn-192_677057e.jpg" /></font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Dunn nannte drei wesentliche Erfolgskriterien für Obamas Sieg. Erstens war seine Botschaft organisch mit dem Kandidaten und seiner Lebensgeschichte verwoben. Obamas Talent, „on message“ zu bleiben, beeindruckte selbst die erfahrene Medienberaterin. Sie erklärte sich diese Fähigkeit mit einer simplen Tatsache. Im Gegensatz zu vielen anderen Kandidaten, wusste Barack Obama von Beginn seiner Kampagne an, was er sagen und warum er es sagen wollte.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Ein zweiter wichtiger Erfolgsfaktor war Obamas gute Kampagnenorganisation. Die Zahl der Freiwilligen schätzte Dunn insgesamt auf ca. 10 Millionen. Allein am letzten Wochenende vor der Wahl konnten die Freiwilligenzahlen noch einmal um 30 Prozent gesteigert werden. In den Schlüsselstaaten machten Volunteers am Samstag und Sonntag vor der Wahl 9 Mio. Hausbesuche. Allein in Pennsylvania fanden über 800.000 Live-Telefon-Anrufe statt.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Als dritten wichtigen Punkt machte Dunn Obamas Gespür für die richtige Strategie aus. Der sonst so analytische Obama entschied sich instinktiv dafür, eine konsequente Kleinspenderstrategie zu verfolgen, den gesamten Fokus auf die Vorwahlen in Iowa zu setzen und die Kontroverse um seinen umstrittenen Pastor Jeremiah Wright mit einer eloquenten Rede frontal anzugehen.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Insgesamt beschrieb Dunn Obama als einen transzendentalen Kandidaten, der weit über die rationale Sachebene hinaus denkt und einen höheren, ganzheitlicheren Anspruch an Politik hat.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Diese Aussage teilte Bill McInturf, der langjährige Meinungsforscher von John McCain. Immer noch sichtlich frustriert über die Wahlniederlage räumte er zwar eigene Fehler ein, verwies aber auf die düsteren Makrotrends (Wirtschaftslage, politische Stimmung im Land, Zustimmungsraten für den amtierenden Präsidenten), vor deren Hintergrund diese Wahl stattfand. Kein republikanischer Kandidat hätte gegen diese Trends bestehen können, so McInturf. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Mit dieser Aussage hatte er sicher Recht. Fragen nach der unglücklichen Vizepräsidentschaftskandidatenwahl von Sarah Palin oder die aufgesetzte „Joe, the Plumber“-Kampagne wehrte er allerdings ab. All das sei nicht entscheidend gewesen. Zentral für den Wahlkampf war für ihn die Finanzkrise, die das Rennen zugunsten von Obama verschoben habe.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Als weiterer Wahlverlierer war Hillary Clintons Chefstratege Mark Penn geladen. Der CEO der weltweit agierenden PR-Firma Burson-Marsteller ging in seiner Rede kaum auf den Vorwahlkampf ein. Er betonte hingegen die historische Bedeutung der Präsidentschaftswahl für die Demokraten. Erstmals seit den 1990er Jahren sei eine Mehrheit links der Mitte in den USA möglich. Darauf deuteten die Wahlergebnisse hin. Die Demokraten seien zur Partei der Zukunft (und der Hoffnung) geworden, die Minoritäten, Jungwähler und nahezu alle Einkommensschichten gewinnen konnte. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif"><img height="185" width="244" src="http://blog.prodialog.org/uploads/MarkPenn.png" /></font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Am Ende waren ihm jedoch auch kritische Töne zu Hillary Clintons Kampagne zu entlocken. Penn gab offen zu, dass die Planung über den Super Tuesday hinaus besser hätte sein können. Falls er jetzt noch einmal gegen Barack Obama antreten könnte, würde er Jungwähler aggressiver umwerben, deutlichere Kontraste zu Obama zeichnen und intensiver um die verlorenen Delegiertenstimmen in Michigan und Florida kämpfen, so der Meinungsforscher. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Das Wichtigste sei jedoch, dass die Demokratie in den USA gesund und munter sei. Politische Partizipation sei zu einem echten Massentrend geworden. Dunn und McInturf stimmten – ganz im Sinne der von Obama geforderten Überparteilichkeit - kopfnickend zu. </font></p> 
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        <dc:subject>anita dunn</dc:subject>
<dc:subject>Barack Obama</dc:subject>
<dc:subject>Bill McInturf</dc:subject>
<dc:subject>Hillary Clinton</dc:subject>
<dc:subject>John McCain</dc:subject>
<dc:subject>Kampagnenmanager</dc:subject>
<dc:subject>mark penn</dc:subject>
<dc:subject>strategie</dc:subject>

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            <name>Ute Pannen</name>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Washington feiert</title>
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                <font face="arial,helvetica,sans-serif"><!-- s9ymdb:92 --><img height="408" width="540" style="border: 0px none ; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://blog.prodialog.org/uploads/Wahlparty.bmp" /></font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">„Es fühlte sich an wie der Mauerfall in Berlin. Etwas, dass man sich lange ausgemalt hat, das aber unmöglich schien, jetzt ... ist es passiert. Es fühlte sich an, als würde sich der amerikanische Traum erfüllen.“ <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/11/05/AR2008110502623.html?nav=rss_politics" target="_blank">So schreibt</a> Marc Fisher in der Washington Post.</font></p><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Vor dem Weißen Haus versammeln sich hunderte von Stundenten und jungen Leuten, die Amerika feiern. In dieser Nacht wird George W. Bush lange wach gehalten von den nicht enden wollenden „O-ba-ma“ Rufen vor seiner Tür. Die „Yes we can“-Stimmen kippen in ein noch lauteres „Yes we did“. Über die Pennsylvania Avenue fahren jubelnde Menschen und hupen. In einer Seitenstraße tanzen sie mit wehenden Fahnen auf einem Autodach. Ab und zu fährt ein Truck langsam durch die Menschenmenge, die längst die Straße erobert hat, und hupt wie ein Öltanker – die Menge antwortet mit lauten Freudenschreien. Ein paar Straßen weiter gibt ein Trommler den Takt vor, und eine Gruppe tanzt in Formationen über die Straße, als würde sie Westside Story aufführen. Ein Zuschauer des Spektakels sagt: „Ich bin wieder stolz, Amerikaner zu sein“.</font></p><p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/85E-C7gqHsU&hl=de&fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/85E-C7gqHsU&hl=de&fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object> 
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            <name>Kerstin Plehwe</name>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Change.gov</title>
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                <font size="2"><font face="arial,helvetica,sans-serif">Offensichtlich will Barack Obama seinen Dialog mit den Bürgern auch nach der Wahl fortsetzen. Seit gestern ist <a href="http://www.change.gov" target="_blank">change.gov</a> online, eine Website, die im der Optik und im Aufbau stark an <a href="http://www.barackobama.com" target="_blank">barackobama.com</a> erinnert.Unter dem Stichpunkt &quot;American Moment&quot; sind die Bürger aufgefordert, ihre Ideen und Vorschläge, ihre Geschichten zu teilen. Und man kann sich bereits direkt über die Website für Jobs in der Obama-Biden-Administration bewerben.</font></font><br />
 
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        <dc:subject>Präsident Obama</dc:subject>

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            <name>Maik Bohne</name>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Die Obama-Koalition </title>
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                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Für Politikwissenschaftler ist diese Nachwahlphase ein Fest. Seit Jahren sind sie auf der Suche nach einer neuen realignment election, also einer Epoche machenden Wahl, bei der sich Wählerblöcke neu orientieren und sich die Machttektonik zwischen den Parteien massiv verschiebt. Es zu früh, diese Präsidentschaftswahl in eine solche Kategorie einzuordnen. Die ersten Daten aus den <a href="http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/results/polls/#USP00p1" target="_blank">Nachwahlbefragungen</a> verraten aber sehr interessante Trends. </font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Vorweg: Der Sieg Barack Obamas ist maßgeblich der aktuellen Wirtschaftslage geschuldet. Sie führte zu einem massiven Wechsel vieler Wähler in das demokratische Lager. Je schlechter die Bürger die Wirtschaftsentwicklung bewerteten, desto höher stiegen die Umfragewerte für Obama (s. Grafik). Unweigerlich erinnert man sich an die Flutkatastrophe 2002 in Deutschland, die Gerhard Schröder maßgeblich die Wiederwahl sicherte.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif"><!-- s9ymdb:90 --><img height="244" width="433" src="http://blog.prodialog.org/uploads/Correlation.png" style="border: 0px none ; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" /></font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Insgesamt hat Barack Obama seinen Sieg aber einer sehr bunten, zukunftsfähigen Koalition von Wählern zu verdanken. Beginnen wir mit der Jugend. Selten gab es eine solch eklatante Spanne zwischen den Kandidaten im Segment der Jungwähler. Obama gewann die Gruppe der 18-bis 29-jährigen mit 34 Prozentpunkten (!) Vorsprung.  Insgesamt wählten 11 Prozent des Elektorats zum ersten Mal. Diese Wähler waren mehrheitlich jung und farbig, sie gingen klar an Obama. Interessant auch die Werte bei jungen Latinos, von denen 76 Prozent den Demokraten wählten. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Auch die Genderlücke ist wieder größer geworden. Frauen präferierten Barack Obama mehrheitlich gegenüber John McCain (56%-43%). Das ist ein deutlicher Zuwachs zu 2004. Diesen Vorsprung hat Obama vor allem allein stehenden (und oft auch allein erziehenden) Frauen zu verdanken, bei denen er einen Vorsprung von 41 Prozent gegenüber John McCain hatte. Auch bei Männern konnte Obama eine knappe Mehrheit erreichen.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Auch wenn die Mehrheit der weißen Wähler für John McCain stimmte (43%-55%), so konnte Obama diesen Nachteil mit einem Zuwachs an minoritären Wählern wettmachen. Waren 90 Prozent der McCain-Wähler weiß, so hatte Obama eine buntere Zusammensetzung von Unterstützern. 61 Prozent seiner Wähler waren weiß, 23 Prozent schwarz, 11 Prozent Latino und 2 Prozent Asiaten. Insgesamt stimmten 95 Prozent der Afro-Amerikaner für ihn. Das ist ein Zuwachs von 7% gegenüber John Kerry in 2004. Bei <i>Asian Americans</i> hatte Obama einen Vorsprung von knapp 30 Prozent. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Bedeutender ist jedoch der Stimmungswechsel bei den Latinos. Hatte George W. Bush es vor vier Jahren noch geschafft, viele (kulturell konservative) <i>Hispanics</i> mit einem ausgeprägten Wertewahlkampf ins Lager der Republikaner zu ziehen, so wanderten 2008 viele dieser Wähler zu den Demokraten. Obama konnte bei dieser überproportional wachsenden Bevölkerungsgruppe 23 Prozentpunkte gut machen. Sie bescherte ihm u.a. Siege in New Mexico und Colorado.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Wichtiger Bestandteil der obamaschen Wählerkoalition waren zudem die affluenten, weißen, gebildeten Wähler in den Vororten der größeren Städte. Obama nahm diese Bastion des gemäßigten Konservatismus in vielen Teilen des Landes ein, egal ob im Norden Virginias oder im reichen Orange County in Kalifornien. Obwohl Obama im Wahlkampf offen zugab, Umverteilungspolitik betreiben zu wollen, holte er massiv bei Gutverdienern auf, die über 100.000 Dollar Jahreseinkommen haben (+8%). Diese Gruppe hatte George W. Bush 2004 noch klar für sich entschieden.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Auch die Mehrzahl der besser Gebildeten im Land scheint vermehrt zur Demokratischen Partei zurückzukehren. Bei Wählern mit einem Master- oder PhD-Abschluss gewann Obama 18 Prozentpunkte dazu, auch die College-Absolventen gewann er knapp. Hinzu kommen die Arbeiter und Geringverdiener, die zwar mehrheitlich in den Primaries für Hillary Clinton gestimmt hatten, aber im Laufe des Hauptwahlkampfes – auch dank der effektiven GOTV-Kampagne der Gewerkschaften – zurück ins demokratische Lager gekommen sind.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Das Bild lässt einen klaren Schluss zu. Barack Obama hat es geschafft, die demokratische Wählerkoalition massiv auszubauen. Ob er sie allerdings längerfristig in der Demokratischen Partei halten kann, bleibt abzuwarten. Immerhin hat er seiner Partei das Label „Zukunft“ anheften können. Die Republikaner werden dagegen mehr und mehr zur Partei der <i>angry white men</i> im Heartland und im Süden des Landes. Die einzigen Bezirke, in denen McCain dazu gewinnen konnte, waren strukturschwache Gegenden in den Appalachen. Das sagt einiges aus.</font></p><p><!-- s9ymdb:91 --><font face="arial,helvetica,sans-serif"><img style="border: 0px none ; padding-left: 5px; padding-right: 5px; width: 595px; height: 400px;" src="http://blog.prodialog.org/uploads/Map.JPG" /></font></p> 
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        <dc:subject>Barack Obama</dc:subject>
<dc:subject>Erstwähler</dc:subject>
<dc:subject>John McCain</dc:subject>
<dc:subject>Junge Wähler</dc:subject>
<dc:subject>mobilisierung</dc:subject>
<dc:subject>Umfrage</dc:subject>
<dc:subject>Wählergruppen</dc:subject>
<dc:subject>wählerregistrierung</dc:subject>
<dc:subject>wirtschaft</dc:subject>
<dc:subject>zielgruppen</dc:subject>

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            <name>Maik Bohne</name>
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                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Die Zahlen sprechen für sich. Barack Obama siegt mit 190 Elektorenstimmen und über sieben Millionen Wählerstimmen Vorsprung gegen John McCain. Amerika verzeichnet die höchste Wahlbeteiligung seit 100 Jahren. Ein farbiger, charismatischer, junger Politnovize schafft es, innerhalb weniger Jahre vom Außenseiter zum Präsidenten der USA aufzusteigen.</font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Diese Wahlnacht in Washington, DC zu erleben, war einmalig. Den ganzen Tag über lag eine angespannte Stimmung über der Stadt, die zwar (noch) einen republikanischen Präsidenten beherbergt, aber ansonsten zu 95 Prozent demokratisch ist. Als klar wurde, dass Barack Obama der nächste Präsident der USA werden wird, kannte der Jubel keine Grenzen. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Im sonst so kontrollierten, bürokratischen und spießigen DC fanden Straßenpartys statt, Autokorsi fuhren durch die City, mehrere Tausend Menschen versammelten sich vor dem Weißen Haus, um George W. Bush ein kleines Abschiedskonzert zu geben. Es waren vor allem junge College-Kids, die den Weg in die Pennsylvania Avenue gefunden hatten, gemixt mit ein paar Altlinken, die sich mit Tränen in den Augen ihre Siegeszigarren anzündeten.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Die Ostküste schien regelrecht aufzuatmen. Dieser Sieg war ein Befreiungsschlag gegen die konservativen Eliten, die den Diskurs im Land viel zu lange mit Halbwahrheiten und Angstrhetorik dominiert hatten. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Held des Abends war natürlich Barack Obama, der einmal mehr zeigte, mit welcher Eloquenz er es versteht, seine Botschaft zu senden. Geschickt wob er seinen eigenen Triumph in die Narration und Geschichte des Landes ein. Bemerkenswert - auch wenn ein solcher Auftritt natürlich einen Schuss zu viel Pathetik für europäische Ohren hat.</font></p><p><object height="344" width="425"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Jll5baCAaQU&color1=0xb1b1b1&color2=0xcfcfcf&hl=en&fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><font face="arial,helvetica,sans-serif"><embed height="344" width="425" src="http://www.youtube.com/v/Jll5baCAaQU&color1=0xb1b1b1&color2=0xcfcfcf&hl=en&fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" /></font></object></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">In dem ganzen Trubel ist eine glorreiche Tat nahezu komplett untergegangen. John McCain zeigte sein wahres Gesicht – im positiven Sinne. Im Wahlkampf war er seinen Beratern gefolgt und hatte dem Land die üblich-simple konservative Soße aufgetischt. Terroristen, Hockey-Mums, Klempner-Joe, Sozialismus… die McCain-Kampagne ließ nichts aus. Umso beeindruckender war McCains offene und kompromisslose Unterstützung für den neuen Präsidenten Barack Obama!</font></p><p><object height="344" width="425"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NvgqRKYapU8&color1=0xb1b1b1&color2=0xcfcfcf&hl=en&fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><font face="arial,helvetica,sans-serif"><embed height="344" width="425" src="http://www.youtube.com/v/NvgqRKYapU8&color1=0xb1b1b1&color2=0xcfcfcf&hl=en&fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" /></font></object><br />
<font face="arial,helvetica,sans-serif">Morrisey hat einmal gesungen: “America… where the president is never black, female or gay.“ Da ist wohl eine neue Version fällig. <br />
</font></p> 
            </div>
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        <dc:subject>Barack Obama</dc:subject>
<dc:subject>John McCain</dc:subject>

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        <author>
            <name>Ute Pannen</name>
            <email>nospam@example.com</email>
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        <issued>2008-11-04T16:25:00Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Die letzten Stunden: Get Out the Vote </title>
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                <font face="arial,helvetica,sans-serif">US-Wahlen gehen immer knapp aus, aber diesmal war die Nation geschockt zu sehen, dass John McCain Barack Obama mit nur einer Stimme geschlagen hat, berichtet der Video-Kanal <a target="_blank" href="http://www.cnnbcvideo.com/taf.html">CNNBC</a>.</font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Nein, nein, noch ist es nicht so weit, und CNNBC ist eine Erfindung von MoveOn.org. Die progressive Non-Profit-Organsation hat ein brilliantes News-Video produziert, dass die Meldung verbreitet, Obama hätte die Wahl mit nur einer einzigen Stimme verloren. Das Szenario wird mit viel Komik präsentiert und hinterlässt durchaus großes Unbehagen. Die Message ist wirklich deutlich: Deine Stimme kann die Wahl entscheiden, nutze sie! Neu und einzigartig an diesem Clip ist, dass er mit der persönlichen Anrede des Empfängers spielt und den Namen ständig in fiktive Nachrichtenmeldungen einbaut. Also konnte ich lesen, dass die New York Times die fehlende Stimme identifizieren konnte: Ute P.</font></p><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Den eigenen Namen im Untertitel von CNNBC zu lesen, wenn George W. Bush eine Dankesrede an den Nichtwähler richtet, das geht nah. </font></p><p><object height="388" width="464" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000"><param name="movie" value="http://player.ordienetworks.com/flash/fodplayer.swf?c79e63ac" /><param name="flashvars" value="key=aeb2d46a40" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><font face="arial,helvetica,sans-serif"><embed height="388" width="464" flashvars="key=aeb2d46a40" allowfullscreen="true" quality="high" src="http://player.ordienetworks.com/flash/fodplayer.swf?c79e63ac" type="application/x-shockwave-flash" /></font></object><font face="arial,helvetica,sans-serif"></font></p><div style="text-align: center; width: 464px;"><font face="arial,helvetica,sans-serif"></font></div><font face="arial,helvetica,sans-serif"></font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Für GOTV (Get Out The Vote) sorgen auch die Wahlkampfbüros mit ihren Mengen von Freiwilligen. Heute steht „pollwatching“ auf dem Programm. Volunteers gehen zu den Wahllokalen und fragen die in der Schlange stehenden Wähler nach ihren Namen. Anschließend werden diese Namen mit den Telefonlisten der Obama-Kampagne verglichen und alle Registrierten, die bis heute Mittag noch nicht gewählt haben, werden mit einem Telefonanruf daran erinnert: Vote Today!</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">PS: Es scheint zu funktionieren, die Wahlbeteiligung steigt, gerade erreicht mich eine SMS von einem Wahlbeobachter in Philadelphia: </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">&quot;This precinct has already had over 375 voters.  A lady here says it did 350-360 total for all of Election Day in 2000 &amp; 2004.&quot;  </font></p> 
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        <dc:subject>freiwillige</dc:subject>
<dc:subject>GOTV</dc:subject>
<dc:subject>moveon.org</dc:subject>
<dc:subject>pollwatching</dc:subject>

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        <author>
            <name>Maik Bohne</name>
            <email>nospam@example.com</email>
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        <issued>2008-11-03T16:59:20Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Schlussspurt in Virginia</title>
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                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Die letzten 48 Stunden dieses nicht enden wollenden Wahlkampfes wollen richtig genutzt sein. Deshalb geht es ab in den Flieger, um diese historische Wahl vor Ort in Washington, DC live und in Farbe mitzuerleben.</font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Amerika ist im Wahlfieber, das merkt man sofort. Kein anderes Thema scheint die Menschen hier stärker zu bewegen. Im Frühstücksfernsehen wird sogar offen über Entzugserscheinungen nach dem Ende der 20-monatigen Wahlperiode gesprochen. Manch einer der politischen Junkies fürchtet sich hier bereits vor dem Cold Turkey nach dem 4. November.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Verrückt. Selbst die Finanz- und Wirtschaftskrise gerät für einige kurze Momente in Vergessenheit. Im Fernsehen laufen die Spots rauf und runter. Obama dominiert hier im Norden von Virginia die Werbephasen, teilweise mit zweiminütigen Mega-Beiträgen.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Aber auch John McCain und das Republican National Committee sind “on air”, zumeist mit Negativinformationen über ihren demokratischen Gegenkandidaten. Massive Zweifel werden an Obamas Mainstream-Image und an seiner Eignung als Commander-in-Chief gehegt.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif"><!-- s9ymdb:82 --><img height="231" width="228" style="border: 0px none ; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://blog.prodialog.org/uploads/Clipboard01.jpg" /></font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Mit diesem medialen Hintergrundrauschen im Kopf geht es in den elektoralen Nahkampf. Hausbesuche, das sog. door-to-door canvassing, steht für uns auf dem Programm. Als Deutscher hat man die üblichen Zweifel: “Man kann da doch nicht einfach vorbeigehen und mitmachen, so kurz vor der Wahl!”<br />
Aber genau das geht. Wir melden uns kurz beim Freiwilligen-Koordinator in der Obama-Zentrale an und eine halbe Stunde später sind wir bereits mit einer ausgedruckten Google-Strassenkarte auf dem Weg durch einen gepflegten Vorort im Norden von Virginia, einem der wichtigsten Schlüsselstaaten dieser Wahl.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Das Canvassing ist beschwerlich. Cindy hatte bereits drei Besuche in den letzten vier Tagen und offensichtlich keine Lust mehr, mit uns zu sprechen. Pete ist nicht zu Hause. Er bekommt einen Anhänger an seine Türklinke, der ihn daran erinnert, am Dienstag die Herren Obama und Biden zu wählen.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Anders sieht es bei Steve aus. Er schaut gerade College-Football, aber hat fünf Minuten Zeit, um mit uns über seine elektorale Zerrissenheit zu sprechen. McCain hält er für einen amerikanischen Helden. Er steht dem alten Kriegsveteranen kulturell deutlich näher als Obama, das spürt man. Andererseits ist da jedoch die Wirtschaftskrise, sein unsicherer Rentenfonds und das Schlamassel im Irak. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Steve mag uns, wir verstehen uns auf Anhieb. Hier die deutschen Volunteers, dort der amerikanische Trucker, der hin- und hergerissen ist zwischen konservativem Wertemuster und linkem Sozialstaatsdenken.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Am Ende des Gesprächs kreuzen wir hinter Steves Namen eine „2“ an. Er neigt zu Obama. Das ist ein Erfolg. So geht es den ganzen Nachmittag weiter, von Haus zu Haus, von Wähler zu Wähler. Jede Stimme zählt, gerade hier im Old Dominion, das auf dem Weg ist, nach 44 Jahren wieder an die Demokraten zu gehen. </font></p> 
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        <author>
            <name>Ute Pannen</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
        <issued>2008-10-31T09:30:28Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">US-Wahlkampf im Selbstversuch</title>
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                <!-- s9ymdb:89 --><font face="arial,helvetica,sans-serif"><img height="453" width="588" style="border: 0px none ; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://blog.prodialog.org/uploads/DaytonBilder.bmp" /></font><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Die Stimmung im Obama-Headquarter in Dayton, Ohio ist gut. Um die 30 Rentnerinnen und junge Leute sind als Freiwillige am Telefon. Zwischendurch wird geflachst: „Hey, I like your sunglasses.“ „Yeah, it’s the future – it’ so bright.“ Hoffnung ist überall: selbst auf dem Kühlschrank und im Fenster befinden sich Kürbisse, in die statt Halloween-Grimassen „Change you can believe in“ eingeschnitzt ist.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Die Stimmung in Dayton downtown, draußen auf der Straße, ist eine andere, es nieselt und die prachtvollen Art-Deco-Hochhäuser zeugen von besseren Zeiten, die diese Stadt einmal erlebt hat. Viele Geschäfte stehen leer. Ein ehemaliges Restaurant wird als Parkhaus genutzt und die einzigen Geschäfte weit und breit sind Outlets mit Billigangeboten. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Die Freiwilligen im Wahlkampfbüro kommen zum Teil aus der Stadt, aber es sind auch einige aus Kalifornien und Texas und New York dabei. Am Empfang steht neben der Sekretärin Barack Obama, lebensgroß und aus Pappe. Ich melde mich an, um Hausbesuche zu machen, das sogenannte canvassing. Greg, der Community-Organizer, findet das super, drückt mir einen Gesprächsleitfaden und einen Stadtplan mit 50 Adressen in die Hand und sagt: „Great, go for it.“ Fünf Minuten später stehe ich auf der Straße und suche 117 E 2nd Street, meine erste Adresse.<br />
Es dauert ewig, bis sich jemand auf mein Klopfen meldet, dann öffnet ein etwa 40-jähriger Mann, an seinem linken Bein trägt er eine Prothese bis übers Knie. „Ja, ich will Barack Obama wählen.“ sagt er. Aber von der Möglichkeit, schon vor dem 4. November zu wählen, hat er noch nichts gehört. Ich zeige ihm, wo er in den nächsten Tagen seine Stimme abgeben kann, um nicht am Wahltag ewig in der Schlange zu stehen, und verabschiede mich. Die Tür geht zu und zwei Gespenster auf dem Halloween-Poster schauen mich mit aufgerissenen Mündern an.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Die nächste Adresse ist im gleichen Haus, 4. Stock. Eine schmale Treppe führt nach oben. Aus allen Nachbarwohnungen dröhnt der Fernseher durch die dünnen Wände und überall hört man Werbespots, die mit dem Satz enden „I am Barack Obama and I approve this Message“. Ich klopfe bei Nr. 41 und Mr. Ferndadez öffnet. „Obama Volunteer?“, ich soll doch reinkommen, bittet er und weist zu den beiden Sesseln. Der Fernseher läuft, dahinter liegt eine Matratze, sonst nichts. Ja, er möchte Obama wählen, aber um sich als Freiwilliger zu engagieren, hat er keine Zeit. Er muss arbeiten und dann abends zu den AA, den Anonymen Alkoholikern. „Aber das wollen sie sicher gar nicht wissen,“ murmelt er.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">In den Vororten von Dayton sind die Einfamilienhäuser liebevoll mit Kürbissen dekoriert. Hier und da erinnern Gespenster und Vogelspinnen im Vorgarten an Halloween. Aber zwischen den Obama-Werbeschildern hängt auch ab und zu ein „Zu Verkaufen“ Schild vor zugenagelten Fenstern. In dieser Nachbarschaft ist niemand zu Hause. Außer zwei alten Damen sind offenbar alle bei der Arbeit.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Am Ende des Tages habe ich sechs Versprechen zum „Early Voting“ eingeholt, die immer schriftlich abgegeben werden. Zwei der aufgelisteten Häuser stehen leer, zehn Adressen stimmten nicht, andere sind unzugänglich.Auch thematische Präferenzen habe ich mir notiert: während Mr. Fernandez sich am meisten um die Wirtschaft und die steigenden Lebensmittelpreise sorgt, ist seiner Nachbarin Gesundheitspolitik am wichtigsten. Außerdem konnte ich in die Statistik eintragen, dass eine Person schon gewählt hat und eine weitere aus meiner Adresskartei verstorben ist. Mit diesen Angaben wird die Abendschicht im Wahlkampfbüro versorgt, und wer gerade nicht Telefonanrufe für Obama macht, frischt die Datenbank mit Ergebnissen des Tages auf. Für einen Moment allerdings werden alle Hände gebraucht, denn eine Lieferung Obama-Schilder für den Vorgarten ist eingetroffen. Eine LKW-Ladung wird ins Büro geschleppt und neben dem Eingang gestapelt. Es ist mittlerweile 20:00 Uhr, aber die Energien sind ungebremst, schließlich ist jetzt die beste Zeit, die Wähler zu Hause anzurufen. Ich melde mich an, um mitzuhelfen, aber es sind schon alle Telefone besetzt. Das Büro summt wie ein Bienenschwarm und ich fahre mit einem guten Gefühl nach Hause. Als ich aus dem Auto steige, sagt mein Taxifahrer: „Ich bin eigentlich Demokrat, aber McCain war in der Air Force, so wie ich. - Ich werde ihn wählen.“</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Mehr zum Canvassing in der <a href="http://www.nytimes.com/2008/10/31/nyregion/31working.html?_r=1&hp&oref=slogin" target="_blank">New York Times</a>.<br />
<br />
</font></p> 
            </div>
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        <dc:subject>Barack Obama</dc:subject>
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<dc:subject>grassroots</dc:subject>
<dc:subject>Ohio</dc:subject>

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        <link href="http://blog.prodialog.org/archives/377-Mit-Vorsprung-in-die-letzten-72-Stunden.html" rel="alternate" title="Mit Vorsprung in die letzten 72 Stunden" type="text/html" />
        <author>
            <name>Kerstin Plehwe</name>
            <email>nospam@example.com</email>
        </author>
    
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        <title mode="escaped" type="text/html">Mit Vorsprung in die letzten 72 Stunden</title>
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                <font face="arial,helvetica,sans-serif">Die Mobilisierungsmaschinen der Kampagnen laufen auf Hochtouren. Jetzt geht es um das, was die Amerikaner „Get-Out-the-Vote“ (GOTV) nennen. Täglich erreichen die Aktivisten auf beiden Seiten des politischen Spektrums drei bis fünf E-Mails, die sie zu Last-Minute-Aktionen in den letzten 72 Stunden aufrufen. In diesem elektoralen Häuserkampf hilft es, sich noch einmal über die Grundkoordinaten der Wahl zu versichern.</font><p /><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Pünktlich vor der ganz heißen Phase des Wahlkampfes hat die New York Times in Kooperation mit CBS seine<a href="http://www.nytimes.com/2008/10/31/us/politics/31poll.html?hp" target="_blank"> letzte große Umfrage</a> vor den Wahlen veröffentlicht, im Rahmen derer sie 1.439 mögliche Wähler („likely voters“) befragt hatte. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Die wichtigste Botschaft: Barack Obama scheint seinen Vorsprung konsolidiert zu haben. Er liegt mittlerweile mit 51 Prozent vor John McCain mit 40 Prozent. Natürlich muss man diese Führung in der NY Times-Umfrage mit Vorsicht genießen. Die Meinungsforscher haben in diesem Rennen große Probleme, sowohl den richtigen Anteil an afro-amerikanischen und jungen Wählern zu bestimmen als auch den viel zitierten <a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bradley_effec">Bradley-Faktor</a> einzurechnen.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Auch wenn andere Umfragen ein <a href="http://www.realclearpolitics.com/epolls/2008/president/us/general_election_mccain_vs_obama-225.html" target="_blank">engeres Rennen</a> sehen, so liegt Obama insgesamt stabil mit 3 bis 11 Prozent vorne. Dass sich Obamas Spitzenwerte Mitte Oktober - auf dem Höhepunkt der Finanzkrise – nicht halten ließen, war klar. Das Land ist polarisiert, die unentschlossene Mitte extrem klein. In der New York Times-Umfrage gaben weniger als zehn Prozent der Befragten an, überhaupt noch unentschieden zu sein. </font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Insgesamt ist die Stimmung im Lande weiter äußerst düster. 89 Prozent der Befragten sehen die Wirtschaftslage negativ. 85 Prozent denken, dass Land sei auf dem falschen Weg in Richtung Zukunft. George W. Bush Zustimmungsraten liegen bei unterirdischen 22 Prozent. So tief herunter ist es bisher nur für Harry Truman im Wahljahr 1952 gegangen.</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Barack Obama hat bei den wichtigsten Themen der Zeit wie Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit und Irak die Nase vorn. McCain besitzt hingegen auf zwei Sachfeldern einen Vorteil. Zum einen konnte er sich bei den Wählern mit seiner <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Joe_the_plumber" target="_blank">„Joe, the Plumber“-Kampagne </a>deutlich stärker als der Mann für niedrige Steuern etablieren. Zum anderen gilt er weiterhin als der bessere Commander-in-Chief (47-33). Wir werden also von McCain in den letzten Tagen vor der Wahl noch einmal die übliche Stereo-Botschaft hören: „Obama ist eine unsichere Wahl für das Präsidentenamt und ein Staatsfetischist.“</font></p><p><font face="arial,helvetica,sans-serif">Ob es noch etwas nutzen wird, bleibt offen. Zumindest wird schon jetzt deutlich, dass – abseits der finanziellen und organisatorischen Nachteile McCains - seine Auswahl von Sarah Palin und seine mäßigen <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/10/30/AR2008103004452.html?hpid=topnews" target="_blank">TV-Duell-Auftritte</a> entscheidende Faktoren für den Ausgang des Rennens sein könnten.</font></p> 
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        <dc:subject>Barack Obama</dc:subject>
<dc:subject>GOTV</dc:subject>
<dc:subject>Joe the Plumber</dc:subject>
<dc:subject>John McCain</dc:subject>
<dc:subject>Sarah Palin</dc:subject>
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